11.3.07; Binningen, int. Katzenaussellung. Hinten, Kumar (1. CAP), vorne Kylie (1. CAC und mit BEST VARIETY ausgezeichnet)
11.3.07; Kumar nahm das ganze total gelassen, wie sein Papa Romeo auch.
11.3.07; Kylie will nach Hause ! Sie fands nicht sooo toll da -:)
11.3.07; Kylie, BEST VARITY
11.3.07; Kyliewährend der Auszeichnung... sie fand das alles andere als toll und ich musste sie recht gut halten...
11.3.07; unser Käfig an der Ausstellung... -:) mit den blauen Vorhängen... jaja, es fängt jeder mal klein an. Toll an dem Teil: ich musste es nicht selbst nähen, sondern konnte es fix fertig bestellen. DANKE Nadine!
2001 bearbeitete mich meine Freundin Sabine (von der ich später auch Ronja hatte, ggg*), wir sollten doch ein junges Kätzchen vom Bauern zu uns nehmen, bei dem sie die Pferde eingestellt hatte. Wir hatten damals 3 Katzen, wollten nicht so recht… allerdings waren unsere schon in den Jahren, Kiku damals mit 10 Jahren die „jüngste“. Es wär ja schon toll, dachten wir, wieder ein junges Kätzchen im Haus zu haben, das herum tollte, ein junger, verschmuster Kater, und einer, der dem alten Kater Bagger helfen könnte, das Revier gegen all die anderen Katzen zu verteidigen… so liessen wir uns schliesslich breit schlagen. Unsere Wahl fiel auf Mogwai, weil er zwischendurch so schön verschlagen schauen konnte. Wir suchten eine Art „schizophrenen Kampfkater“, der die vielen fremden Katzen vom Grundstück fern hielt…
Das Gegenteil war der Fall. Revier, das interessierte ihn nicht die Bohne, sollte unser Baggi dafür schauen. Mogwai ist der typsiche Fun-Junkey, einer aus der Spass-Generation, einer, der keine Verantwortung tragen will, einfach in den Tag rein lebt, nach dem Lustprinzip. Jetzt essen, jetzt schlafen, jetzt spielen, jetzt schmusen, jetzt andere ärgern... Vom Bauernhof, nicht gewöhnt, lange drin zu sein, liessen wir ihn schon nach einer Woche nach draussen.
... auf der Pirsch
Er kommt heim zum Fressen und Schlafen, ansonsten vergnügt er sich irgendwo. Mit den Nachbarsmädl zum Spielen, er zieht mit anderen Katzen / Kater um die Häuser, oder stoffelt über die Felder, jagt und frisst Mäuse. Immer im „Stress“ der Kater. Wenn’s Futter gibt, verschlingt er das fast in Sekunden, wie einer, der im Mac Donalds stehend einen Hamburger verdrückt, dann den Mund mit der Serviette abgewischt (einmal schlecken links, einmal rechts), Serviette hinschmeissen… das Klicken des Katzentörchens… Undankbarer Geselle, der übrigens am meisten Schmutz rein trägt. Wir kennen keine andere eine Katze, deren Schmutz-Schmerzgrenze so hoch ist wie seine. Keine kommt so betoniert, mit so unglaublich viel Dreck zwischen den Pfoten, bis auf die Haut fast tropfnass heim, wie Mogwai. Einmal mit Dreckpfoten über den Glastisch zu laufen, oder sich tropfnass vor irgendwelchen Möbeln schütteln, scheint ihm extrem Spass zu machen.
Ach ja… Revier. Als wir im Dezember 2004 unseren geliebten Kater Bagger erlöschen mussten, stieg er in der Rangordnung auf, was ihm nicht bekommen ist. Noch immer markiert er mal, oder jagt gelegentlich unsere anderen Katzen, hauptsächlich auf Kiku hat er es immer abgesehen – und auf die Nachbarskatze. Er ist NICHT der faire, umsichtige Chef, der unser Bagger war, der fast nie einen Kampf ausfechten musste, der von allen als Herrscher akzeptiert wurde, allein durch seine Persönlichkeit und Ausstrahlung. Mogwai geht auf die Schwächeren, und geht den Stärkeren aus dem Weg; er weiss bsp. offenbar genau, dass ein Kampf mit Twister für ihn schlecht ausgehen würde, er hat es nie probiert… Twister hat wieder etwas Ruhe rein gebracht, in die Rasselbande; seit Twister da ist, jagt Mogwai die anderen deutlich weniger. Markieren tut er leider immer noch... *seufz.
Seinen Namen?! Im Kinofilm „Gremlins“ gibt’s doch den guten, den Gismo… der der Rasse Mogwai angehörte. Irgendwie schien das zu passen… wenn ein Mogwai nass wird, „gebärt“ er die bösen Gremlins -:). Wenn unser Mogwai nass nach Hause kommt, kann man sich das grad gut vorstellen…
Anfang Dezember 2004 mussten wir unseren geliebten Kater Bagger im Alter von 15 Jahren von seinem Leiden erlösen. Die Lücke, die er hinterliess, war gross. Ich surfte im Internet, hielt Ausschau nach DER besonderenKatze, die seine Nachfolge antreten konnte. Ich hatte Kontakte zu Züchtern von Abessinier Katzen; ich mailte mit privaten Tier“heimen“ und musste mir dauernd sagen lassen, „nein, wir geben keine Katze ab an Plätze, wo sie raus können“.
Man hat mir erklärt, warum Freigang für Katzen viel zu gefährlich ist. Verkehr, Diebstahl, böse Menschen. Ja, das wusste ich alles auch, aber wir hatten bisher in 16 Jahren Katzenhaltung im ganzen Quartier nie eine Katze verloren… und, unsere anderen waren gewöhnt nach draussen zu gehen, wir können die nicht einfach einsperren! Gerade Kiku, die wild aufwuchs, oder Mogwai, nur draussen auf dem Bauernhof… die beiden drehen durch, wenn sie drin bleiben müssen! Und wie sollte das gehen, zwei können raus, eine nicht?! Ungerecht, langweilig, arme Katze!
Egal, man wollte mir keine geben für nach draussen. Schliesslich war ich total verbittert, ich würde im Frühling einfach wieder ne Bauernhofkatze nehmen. Punkt, Schluss. Keine Diskussionen mehr, und die brauchten ja auch gute Plätze.
Dann waren wir im Februar 05 bei unseren Freunden Sabine und Roger zur Taufe ihres Sohnes David, meinem Patenjungen -:). Sabine züchtet seit ein paar Jahren Thaikatzen, was ich anfangs überhaupt nicht verstehen konnte, ich gebe es ja zu! Wie konnte man so viel Geld für eine Katze auslegen, wo es so viele gab, die ein gutes Plätzchen suchten?! Sabine musste sich von mir einigen Spott gefallen lassen -:). Doch bei diesem Besuch geschah es: ich verliebte mich Hals über Kopf in so ne kleine junge weisse Schneeflocke. Frech, mutig, schnell wie der Blitz, unermüdlich im Spielen. DIESE Katze wollte ich haben! Sabine erzählte mir später, sie hätte schon gewusst, dass sie DIE Katze für mich habe, aber hätte sie etwas zu mir gesagt, hätte ich wohl auf stur gestellt. Jaja, so kann ich auch sein, *lach.
Ronja wurde für mich reserviert… aber mein Göttergatte wollte nicht. Ne Rassekatze! NIE. Aber steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und nach einem Monat hatte ich ihn weich „geklopft“… hihi.
Wozu Espressomaschinen gut sind ...
...wo ist jetzt dieses Buch schon wieder?
So zog sie im März 05 bei uns ein. Mit ihrem NamenRonja hatten wir so unsere Mühe; hab ich doch ne Kollegin, die den gleichen Namen trägt… und ich kenne ein Pony, das heisst auch so. Sehr schnell gab sich die kleine Katze dann grad selbst ihren Namen. Wie ein Geist tauchte sie beim Spielen mal hier mal da auf, man konnte nie sicher sein, dass sie nicht doch mit ins Schlafzimmer gekommen war, in die Garage, in die Küche. Sie wehte ohne Geräusch und quasi unsichtbar in unserem Schatten hinterher. Mensch hat bekanntlich hinten und unten keine Augen, schaute ich links unten, huschte sie rechts vorbei, oder umgekehrt. Vermutete man sie hinter dem Vorhang, kam sie plötzlich von der anderen Seite, und keiner hatte sie da verschwinden sehen. Oft suchten wir sie im ganzen Haus wie verrückt, dachten, sie sei uns nach draussen entwischt, dabei hatte sie sich mit ihrer Tarnfarbe weiss einfach sehr geschickt irgendwo an die Wand geschmiegt und beobachtete dann seelenruhig ohne Mucks unsere hektische Suche. So wurde aus Ronja „Gschpänschtli“.
Es wurde MEINE Katze. Sie ist sehr auf mich fixiert, liegt jeden Abend auf der Couch auf meinen Beinen, kommt angerannt, wenn ich sie rufe, verfolgt mich manchmal auf Schritt und Tritt und sitze ich am PC platziert sie sich so geschickt vor dem Bildschirm, dass ich nichts mehr sehe. Mit unseren Katern spielt sie oft und gerne und wir wundern uns immer, wie viel diese kleine zarte Katze einstecken kann, ist sie doch nur grade ein Drittel so schwer wie Mogwai oder Twister… dennoch traut sie sich, die beiden heraus zu fordern und wenn’s ans Eingemachte geht, verschwindet sie so schnell und wendig, dass keiner sie zu erreichen vermag. Sie ist intelligent, gehorsam, hat Witz und Charme… wer vorher „nur“ normale Hauskatzen hatte, wird überrascht sein, wie viel mehr man von so einer Thai-Katze hat!
Dani ist an und für sich noch immer begeistert von ihr, bekundete jedoch immer mal Probleme mit ihren „Zicken“ und Allüren. So anhänglich und verschmust sie sein kann, so abweisend auch, wenn es Madame grade nicht passt… angefasst zu werden, zu fressen. So hat jede Katze ihre Eigenheiten -:). Mich stört das nicht weiter, weil mein Pferd ähnlich reagiert… und ich gelegentlich wohl auch. Weiber unter sich, *lach. Es kommt vor, dass ich Kouhnama „Gschpänschtli“ nenne und Ronja „Kouhni“… das ist mir noch nie zuvor passiert und zeigt mir einfach, dass die geistige und mentale Ähnlichkeit extrem gross ist… ich hab es mir wohl so ausgesucht.
Okt. 2007, Katzenausstellung in Wettingen; Ronja's Agenten-Gesicht, face à la "James Bond 007" ...
März 2005; Im Internet im Katzenforum sah ich eine Anzeige… Bengale sucht neuen Platz. Ich hab mal geschrieben, mich erkundigt, was passiert sei, gefragt warum ein erst 1 jähriger Kater schon wieder einen Platz suche. „Tragische“ Story; Mädl um die 20 rum, lebte bei ihren Eltern, war in Ausbildung zur Pflegerin (unregelmässige) Arbeitszeiten, weiter Arbeitsweg mit öV. Sie hatten selbst 2 Katzen (Mutter und 1 Junges) in einer 4,5 Zimmer Wohnung, als eine Freundin des Mädls Barbara, mehr oder weniger Hals über Kopf nach Australien auswanderte und ihren Kater, den sie eben erst ungefähr 4 Monate hatte, bei eben dieser Barbara parkte. Wie können Menschen nur… ?! Sich ein junges Tier anschaffen und es nach 4 Monaten schon wieder weg geben? Das Bild rechts zeigt Twister, wie ich ihn erstmals sah... er schien gar nicht glücklich zu sein!
Die Katze hat anfangs Twister sogar mit gesäugt, je älter er jedoch wurde, je weniger hat sie ihn akzeptiert. Man musste die Katzen in der Wohnung trennen, was sicher mühsam war. Barbaras Vater machte Druck, daher inserierte sie ihn und schrieb auch, dass er sehr gerne nach draussen würde. Da war er knapp 1 Jahr alt, und leider kein Bengale, sonst wär er sich einfach vermittelbar gewesen. Ich hab alle Leute angemailt, die ich kannte, ich hab aktiv einen Platz für ihn gesucht. Schliesslich schrieb eine Bekannte, dass sie zwar schon 3 Katzen habe, dass es auf eine vierte jedoch nicht ankäme, sie ihn nehmen würde. Nur, da konnte er nicht raus… egal, besser, als am Ende ins Tierheim zu müssen...
Anfang Mai 2005: Ich organisierte und bezahlte die Kastration und vereinbarte den Übergabetermin. Holte ihn ab, fuhr zu meiner Bekannten, wo er fortan leben würde. Auf der ca 30 minütigen Fahrt aber hat er mich um den Finger gewickelt, und schwere Zweifel packten mich, ob dieser Indoor-Platz der richtige für ihn war. Er streckte eine Pfote aus dem Körbchen, legte sie mir auf die Hand auf dem Schaltknüppel und blickte mich vertrauensvoll an, schnurrte tief und laut. Ich rief Dani an, teilte ihm mit, dass ich den Kater nicht abliefern könne, ich sei sicher, dass er nach draussen müsse! Dani meinte, „schau halt mal“ und überliess mich meinen Zweifeln.
Bei Andrea gabs ein Nachtessen, wir liessen ihn aus dem Körbchen, er versteckte sich jedoch gleich. Nach einigem hin und her hab ich ihn spät in der Nacht dann wieder eingeladen, bin heim gefahren und um Mitternacht auf leisen Sohlen durch die Garage ins Haus geschlichen… weil, er hatte unterwegs in seiner Not ins Körbchen gekkkk…. und sich rein gesetzt! Bäh, es hat fürchterlich gestunken. Dani hat uns jedoch gehört, kam runter in den Keller, ein Blick, Kopf schütteln, und der heftige Spruch „ICH VERSTEH DICH NICHT!“ zack, umgedreht auf dem Absatz, und weg war er, mein GöGa.
Tja, wir fuhren drum 1 Woche später in die Ferien… hatten Ronja erst seit kurzer Zeit… alles nicht ideal. Wir verblieben, dass er bis zu unserer Abreise Zeit habe, sich in die Gemeinschaft einzufügen, ansonsten er entweder zu Andrea oder zur Nachbarin müsse. Diese hatte ich am nächsten Morgen vor der Arbeit getroffen und ihr die Story erzählt; sie hatte spontan zugesagt, ihn allenfalls zu nehmen, wenn es bei uns nicht gehen würde.
Twister war von Anfang an nicht das Problem... (Mogwai begann plötzlich zu markieren! DAS war ein Problem), aber Twister HATTE ein Problem, vielleicht durch die häufigen Platzwechsel in seinem jungen Leben? Anfangs verrichtete er sein Geschäft an den unmöglichsten Orten. In der Dusche, der Badewanne, im Keller in einem Karton, in einem Behälter für Gartenabfälle, auf Schuhen. Es nervte, doch es war nicht täglich und wir hofften, dass sich das normalisieren würde, sobald er nach draussen konnte (und so war es dann auch). Bis nach unseren Ferien musste er jedoch noch drin bleiben und auch nachher nochmal 4 Wochen, damit er sich auch an uns (wieder) gewöhnte. In der Zeit hockte er ständig am Fenster oder der Terrassentüre und schaute nach draussen. JEDEM musste klar sein, dieser Kater MUSS raus, WILL raus, ist nicht glücklich, nur drin zu sein, obwohl er das draussen gar nicht kannte.
Jetzt geniesst er seine Freiheit uneingeschränkt und kann seine Herkunft "Wohnungskatze" trotzdem nicht verleugnen. Er ist nämlich nur bei schönem Wetter draussen, bei schlechtem Wetter geht er dem trockenen nach, möglichst unter Dach, *grins. Er kam noch nie wirklich nass oder mit schmutzigen Pfoten heim. Er lebt in 2 Häusern; wenn die Nachbarn weg sind, zieht er ganz selbstverständlich zur Nachbarskatze, kommt aber zum Fressen heim, weil er ihr Futter gar nicht mag.
Er wird immer mehr wie unser geliebter Bagger. Twister hatPersönlichkeit, ist gutmütig, hat wahre Grösse. Er geniesst den Respekt der anderen ohneKampf. Lustig, wie sich gewisse Geschichten wiederholen und wie das Schicksal spielte! Ich suchte einen neuen „Bagger“, fand keinen, entschloss mich für unsere kleine Schneeflocke und stolperte dann über Bagger’s Nachfolger… -:).
Twister ist froh, endlich Freigang zu haben! Vergleicht mal den Gesichtsausdruck von diesem Bild mit dem ersten, das ich bei der Besichtigung gemacht hatte! Katze ist unglücklich - Katze ist glücklich!
Nachtrag Dez 2007. Twister lebt ab jetzt bei meiner Mutter als Einzelkatze. Er hat sich zwar mit den anderen gut vertragen, aber es war ihm egal, ob sie da waren oder nicht - gekümmert hat er sich gar nicht um sie. Mehr und mehr wurde sein Lebensmittelpunkt das Futter, es wurde eine richtige Obsession. Das machte es schwierig bei uns, weil bei uns das Futter immer à discretion herum steht - die Siamesen fressen immer mal wieder, aber nie sehr viel aufs Mal. Nachdem er immer mehr an Gewicht zulegte und kaum mehr durch die Katzenklappe passte, beschlossen wir, ihn umzuplatzieren. Wir waren sehr froh, dass sich meine Mutter anerboten hatte, ihn zu übernehmen.
Wie erwartet hatte TwisterkeineProbleme mit der Eingewöhnung. Sehr schnell hat er gemerkt, dass ihm nun ein Mensch ganz allein gehörte. Er ist völlig glücklich, sehr dankbar und auf meine Mutter fixiert, schläft sogar inzw bei ihr im Bett -:). Wir sind sehr froh, dass es mit ihm eine so gute Wendung genommen hat, die Situation hatte uns sehr belastet.
Mittwoch, 18.07.2006; Kylie, Bezaubernde -:)
22.4.2007; Kylie ... der Baum ist DOCH toll -:))
09.03.2008; Kylie ist unsere absolut verspielte, unermüdliche "Spielmaus" -:))
1991 entdeckte ich an meinem Arbeitsplatz in Kloten, mitten in der Stadt, im Hinterhof eine junge Katze von diesem Sommer. Fast zu klein, um schon draussen herum zu toben, kaum von der Mutter abgesetzt. Als sie nach Wochen noch immer überall herum geisterte, musste man annehmen, dass sie in den Sommerferien ausgesetzt worden war. Sie lebte halb wild im zerfallenen Gewächshaus, wurde mal von den Pub-Betreibern, mal von Anwohnern gefüttert. Sie reagierte auf Zuruf, aber anfassen konnte man sie nicht. Ich hab sehr oft mit ihr gespielt, wenn ich vom Auto zum Arbeitsplatz ging.
Im Herbst konnte ich sie endlich einfangen! Sie war vom Lastwagen der das Pub belieferte fast überrollt worden, lag vor Schreck erstarrt zwischen den Zwillingsrädern. Als sie wieder zu sich kam, war sie so verschreckt, dass ich sie in den Hauseingang locken konnte. Tür zu – endlich hatte ich sie.
Ohne Körbchen erfolgte die Heimfahrt mit Zwischenhalt beim TA. Sie sollte erste getestet und geimpft werden, denn Leukose war schon damals und in der Gegend ein Thema. Während der Fahrt schnurrend auf meinen Knien, versuchte sie in der fremden Umgebung beim TA in wilder Panik zu flüchten. Weil ich sie halten konnte, biss sie mich vor Schreck tief in die Hand, ich hielt sie trotzdem fest. Die Katze am Fell von Genick und Hinterteil gepackt, klingelte mit dem Ellbogen beim TA. Hab aufgeatmet, als sie endlich in der Kiste war! Der Biss war unschön, bescherte mir ne langwierige Antibiotika-Behandlung und diese schliesslich eine Nahrungsmittelallergie… aber das ist eine andere Geschichte. Trotzdem war das alles wohl der Auslöser, mich irgendwann in der Zukunft mit alternativen Heilmethoden zu beschäftigen… Kiku hat dazu beigetragen -.-.-.
Kiku ist Dani’s Katze, mit mir kann sie wenig anfangen. Sie hat einen sehr eigenen Kopf. Sie hatte sich sehr an unseren Bagger angeschlossen als sie klein war, sie kopierte sein Verhalten, lief ihm hinterher. Weil zu früh und zu jung von der Mutter weggenommen, hatte sie bsp keine Ahnung, dass sich ne Katze putzt. In den Folgejahren unternahm sie häufig wochenlange Streifzüge; vor allem den Sommer über war sie so gut wie nie da. Oder wenn, dann um in Ruhe zu schlafen, sich auszuruhen vor der nächsten Wanderung. Wir haben sie öfters sehr weit weg von zu Hause im Wald oben angetroffen, wenn wir vorbei spazierten und sie unsere Stimmen hörte. Kurz vor Baggers Tod war sie plötzlich wieder immer da, wie wenn sie gewusst hätte…
Seither ist sie häuslicher geworden; mit Twister hat sie fast keine Probleme, Mogwai geht sie aus dem Weg und Ronja ist ihr mehrheitlich egal – solange diese kein Interesse für sie zeigt. Unsere „alten“ 3 Katzen hatten nie gross zusammen gespielt; jetzt beobachtet sie wohl ständig, wie die Katers mit der Kleinen herum tollen und so hat sie, auch für uns sehr überraschend, im Alter von 15 Jahrenangefangen zu spielen, die anderen aufzufordern. Selten zwar, aber immerhin… die sind dann jeweils so verdutzt, dass sie gar nicht drauf eingehen. -:)
Ach ja… ihren Namen verdankt sie dem Umstand, dass sie die ersten Jahre wegen Erkältung und chronischem Schnupfen kaum Stimme hatte… Miau macht sie heute, wenigstens so in der Art. Damals ging das Maul auf, kein Ton… oder dann die erste Silbe laut KI – (ku)… die zweite stumm… Kiku, es passte einfach.
Freitag, 24. November 2006; Kiku ist tot. Und wir sind sehr traurig! All die Jahre hat sie in unserem Quartier vorsichtig den Verkehr beobachtet und ist frühzeitig ausgewichen. Wir haben uns eigentlich NIE Sorgen gemacht... auch wenn sie die letzten Jahre immer weniger Respekt vor den Autos zu haben schien, oft erst im letzten Moment zur Seite sprang.
Im Herbst kam sie mal noch mit auf einen Spaziergang; sie liess sich fangs von jedem streicheln, genoss es, schnurrte. Mit den Siamesen verstand sie sich nicht soooo gut, doch es schien immer besser zu werden. Sie blieb auch mal drin und knüpfte vorsichtige Kontakte mit ihnen. Und dann? Ich war am Donnerstag Abend spät heim gekommen, war dadurch am Freitag morgen später dran.
Das Telefon klingelte, der Wildhüter rief an, vor unserem Haus liege eine tote Katze... ich bin sofort raus und musste sie da so liegen sehen... am Strassenrand, mit geöffneten Augen, steif und feucht. Die Nachbarin kam grad vorbei und erzählte, ein Spaziergänger hätte am Vortag bei uns geklingelt und es melden wollen... Aber, Dani war zu Hause gewesen, hatte nichts gehört und nachher, als ich da war, auch nichts... Das kann ja wohl nicht sein! So viele Nachbarn gehen mit ihren Hunden spazieren, täglich, ganz sicher hatten einige sie da gesehen, die Hunde hatten das bestimmt bemerkt... und NIEMAND hielt es für nötig, uns zu verständigen?! Obwohl fast alle diese Katze kannten... am Halsband war sie doch erkennbar...
Und noch etwas will uns nicht in den Kopf: Da überfuhr jemand direkt VOR unserem Haus eine Katze und fuhr einfach weiter. Ging nicht mal nachsehen, hat nicht geläutet, hat sie einfach da liegen gelassen... vielleicht hatte sie ja noch gelebt? Vielleicht hatte sie da schon gelegen, als ich heim gekommen war? Unter dem herunter hängenden Gestrüpp verborgen? War ich an ihr vorbei gelaufen?
Die Zweifel und die Wut sind das Schlimmste... es kann immer passieren, dass eine Katze überfahren wird, doch das wird im Auto bemerkt, besonders, wenn man mit 30 - 40 km/h fährt. Da meldet man es doch, besonders, wenn es direkt vor einem Haus passiert?!?!?!?Weil die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um die Katze des Hauses handelt... sehr gross ist! W A R U M...???
Kiku, wir werden dich nie vergessen. Du hast uns auf deine Weise sehr viel gegeben! Wir haben dich geliebt wie du warst, auch wenn das nicht immer leicht gefallen ist. Du warst eine sehr eigenwillige Katze, die ihre Freiheit brauchte. Wir hoffen, du hast sie in Frieden gefunden ... Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder - warte auf uns.